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Stadtmuseum

Logo Stadtmuseum Penzberg

Öffnungszeiten Winter:
MI bis SO 11 bis 17 Uhr

Öffnungszeiten Sommer:
MI bis SO 10 bis 18 Uhr und DO bis 20 Uhr.

Sonntags um 11 Uhr kostenlose Führung

Karlstraße 61
82377 Penzberg
Telefon 08856.813-480 (während der Öffnungszeiten)
oder  08856.813-481

Wenn Sie Fragen zum Stadtmuseum oder Interesse an einer Führung durch das Haus haben, dann wenden Sie sich bitte an:

Gisela Geiger
Leiterin des Stadtmuseums Penzberg

Eine Vorschau auf Kunstausstellungen und das Ausstellungsarchiv finden Sie unter www.museum-penzberg.de

Das Museum verfügt über einen behindertengerechten Eingang. Die im Erdgeschoss ausgestellten Exponate können besichtigt werden. Für die oberen Räume besteht leider kein behindertengerechter Zugang.

Zeichnung von der Kolonie Penzberg

Das Haus

Die ehemalige Bergwerksstadt Penzberg besitzt mit dem denkmalgeschützten Haus an der oberen Karlstraße ein Museum, das sowohl die Heimatgeschichte anschaulich präsentiert als auch mit Sonderausstellungen aus den verschiedensten Bereichen ein abwechslungsreiches Programm bietet. Besonders mit den Kunstausstellungen ist es gelungen, ein weites Publikum anzusprechen.

Das Nebeneinander von Kunst und Geschichte ist Programm in diesem Haus.
Das Haus wurde um 1873 – 75 als Arbeiterwohnhaus vom Bergwerk gebaut. Dieser Haustyp prägte als „Kolonie“ von ca. sechzig Häusern damals das Erscheinungsbild der Stadt.

1966 wurde das Bergwerk geschlossen und eine umfassende wirtschaftliche, städtebauliche und sozialpolitische Umstrukturierung begann. Die Vergangenheit musste dokumentiert werden. 1984 erwarb die Stadt Penzberg dieses Gebäude und ließ es zu einem Stadtmuseum umbauen. Die Eröffnung erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten „75 Jahre Stadt Penzberg“ im September 1994.

Von den sechs Wohnungen mit Wohnküche und einem Schlafzimmer, die sich einst in diesem Haus befanden, ist eine mit Originalmöbeln und Gerät wieder so hergerichtet wie sie um 1920 ausgesehen haben könnte. So wohnlich sich diese Räume heute präsentieren, so beengt waren die damaligen Wohnverhältnisse: oftmals lebten mehr als zehn Personen in diesen beiden Zimmern, in dem einen Haus so viele Kinder, um eine ganze Schulklasse zu füllen.
 

Bild einer Arbeiterwohnung

Penzberger Mordnacht - 28. April 1945

Zwei Räume sind der Erinnerung an die „Penzberger Mordnacht" gewidmet.
Der 28. April 1945 ist für die ehemalige Bergarbeiterstadt Penzberg ein zentrales Datum zum geschichtlichen Selbstverständnis.Das Ende des Zweiten Weltkrieges überstand die oberbayerische Bergarbeiterstadt Penzberg ohne große Zerstörungen. Traumatisch aber war der 28. April 1945, der einen verstörenden Einbruch von Vernichtung und Gewalt brachte.

Die „Freiheitsaktion Bayern" verbreitete am frühen Morgen 28.4.1945 über den Rundfunk das Ende des Krieges. Voreilig hieß es, sie habe die Macht übernommen und die Bevölkerung wurde aufgerufen, die Produktionsanlagen vor Ort vor der Zerstörung im Sinne des „Nero"-Befehls zu bewahren. Darauf hin riskierte der ehemalige sozialdemokratische Bürgermeister Hans Rummer, der die Geschicke der Stadt von 1919 bis 1933 gelenkt hatte, an diesem Morgen in Begleitung weiterer Sozialdemokraten und Kommunisten auch in Penzberg die Macht im Rathaus wieder zu übernehmen und das Bergwerk vor einer geplanten Zerstörung zu schützen. Eine durchziehende Abteilung der Wehrmacht beendete diesen Aufstand und noch am selben Nachmittag wurden die sechs Männer erschossen.

Gegen Abend zog ein Werwolfkommando in die Stadt, das der Gauleiter Giesler aus München zu einem Vergeltungsakt für den Aufstand der „Freiheitsaktion Bayern" geschickt hatte. Die ganze Nacht über zogen Werwolfgruppen durch die Stadt um „Verschwörer" zu verhaften und durch Hängen umzubringen. Flucht, Verfolgung, Schüsse, Motorlärm zum Übertönen der Schreie konnten viele Penzberger zuhause hinter geschlossenen Läden hören - es herrschte strikte Ausgangssperre, jeder war isoliert. Es war eine gezielte Terroraktion, die Angst in der Bevölkerung verbreiten sollte. Ihr fielen 10 Männer und Frauen zum Opfer, viele konnten sich durch Flucht retten. Beim Kirchgang am nächsten Morgen (Sonntag) entdeckte man die aufgeknüpften Leichen in den Bäumen. Am Montag, den 30.4.1945, marschierten die Amerikaner ein.


Katalog Campendonk 2008

Gesetze der Linie und Form

Heinrich Campendonk

Hg. im Auftrag der Stadt Penzberg von Gisela Geiger
Katalog zur Ausstellung 2008 im Stadtmuseum Penzberg

Erhältlich an der Museumskasse zum Preis von 8,00 €

Katalog Campendonk 2007

Rausch und Reduktion

Heinrich Campendonk

Hg. im Auftrag der Stadt Penzberg von Gisela Geiger
Katalog zur Ausstellung 2007 im Stadtmuseum Penzberg

176 Seiten, erschienen 2007 im Wienand Verlag, Köln
Buchhandelspreis 34,00 €, an der Museumskasse 27,00 €

Katalog Campendonk 2002

Oberbayern – Station Penzberg

Heinrich Campendonk

von Gisela Geiger und Anne Beutler
Penzberg 2002, Preis 21,00 €

Katalog zur gleichnamigen Ausstellung
im Stadtmuseum Penzberg
vom 21. Juni bis 18. August 2002
135 Seiten, farbig

Verschiedene Campendonk-Werke

sind als Postkarte oder Kunstdruck ("Penzberger Reiter") erhältlich.

Schnitter mit Kühen, 1946
Akt unter Kreuz in bayerischer Landschaft, 1912

© VG Bild-Kunst, Bonn 2008 14. Mai 2008


Michael von Brentano, Katalog zur Ausstellung 2006

STILLE IDYLLE

Michael von Brentano

Katalog zur Ausstellung 2006


Schriftenreihe des Museums

Wohnen in der Bergarbeiterkolonie
von Gerhard Prantl, Penzberg 1999, Preis 1,50 € (Schriftenreihe Stadtmuseum Penzberg – Heft 1)

Lebensraum Penzberg – 725 Jahre urkundliche Erwähnung
von Dr. Helmut Krajicek, mit Beiträgen über die Kohleentstehung, Frühe Neuzeit (Dr. W. Hahn), Bergwerkszeit (Dr. H. Krajicek) und Umstrukturierung nach Schließung (Gisela Geiger), Penzberg 2000, Preis 1,50 € (Schriftenreihe Stadtmuseum Penzberg – Heft 2 / Begleitheft zur gleichnamigen Ausstellung 2000/2001)

Michael Boos – Opfer der Mordnacht
von Anette Völker-Rasor, Penzberg 2003, Preis 1,50 € (Schriftenreihe Stadtmuseum Penzberg – Heft 3)

Hans Rummer – Opfer der Mordnacht
von Katrin Fügener, Penzberg 2005, Preis 1,50 € (Schriftenreihe Stadtmuseum Penzberg – Heft 4); Begleitheft zur Ausstellung 2005

Die Berge-Drahtseilbahn
Dokumentation einer Alt-Penzberger Industrieanlage

von Michael Mayr, Penzberg 2006, Preis 1,50 € (Schriftenreihe Stadtmuseum Penzberg – Heft 5)

Glück auf! Kohlengewinnung in Penzberg 1796 bis 1966
Text: Bergknappenverein, Redaktion: Katrin Fügener, Layout: Brigitte Struzyna;(kostenlos)


Kunstzeche Penzberg e.V.

Seit 10 Jahren veranstaltet die KUNSTZECHE Penzberg e.V. Ausstellungen im Stadtmuseum und hat sich über die Stadtgrenzen hinaus einen guten Namen für ihre Themenausstellungen und Gegenwartskunst gemacht.

Kontakt: Thomas Grubert, 1. Vorsitzender
Telefon 08856.935610

Nähere Informationen über die Ausstellungen der "Kunstzeche" erhalten Sie unter: www.kunstzeche.de

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