
Ein Jahrhundert. So lange trägt Penzberg seinen Namen. Genau vor hundert Jahren, am 27. Januar 1911, geruhten Ihre Königliche Hoheit Prinz Luitpold allergnädigst zu genehmigen, „daß die Gemeinde St. Johannisrain künftig den Namen Penzberg führe“.
Keine 50 Jahre zuvor waren die „Penzberger“ kaum mehr als zwei Dutzend eher unbedeutende Einwohner der bäuerlichen Gemeinde Sankt Johannisrain. Erst im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ging es dann richtig los mit dem Kohleabbau. Bergarbeiter kamen aus nahen und weiter entfernten Regionen, bald waren sie den Bauern zahlenmäßig deutlich überlegen. Und so benannte des Prinzregenten Entscheidung 1911 schließlich das Zentrum auch offiziell dort, wo inzwischen der größte Teil des Lebens stattfand.
Penzberg wurde wenige Jahre später zur Stadt. Abraumhalden und Fördertürme: Die Kohle war lebensprägend, größter Arbeitgeber und damit Magnet für Arbeitssuchende, aber auch Inspiration für Heinrich Campendonk, den jungen Künstler des Blauen Reiter. Seine Eindrücke verarbeitete er in vielen Werken, etwa der „Barbarazeche“ und dem „Penzberger Reiter“.
Die Penzberger selbst blieben etwas Besonderes im Oberland, multikulturell geprägt, oft arm, meist politisch aktiv, tatkräftig und voll Stolz auf ihren Stand und ihre Heimatstadt.
Diesen konnten sie auch nach dem 30. September 1966 bewahren, als das Bergwerk schloss. Penzberg wuchs weiter. Zeigte sich von ungeheurer Wirtschaftskraft, großer Toleranz und der Kompetenz, sich wandelnden Verhältnissen anzupassen. Blieb eine dynamische Stadt, die in ihrer Nationen- und Kulturenvielfalt eine Bereicherung sieht und mit wirtschaftlichem Erfolg, einer wunderbaren Naturlandschaft und ihrer modernen, sehr renommierten Kultur bestens zu leben versteht. Der typische Penzberger ist irgendwann hier angekommen und hat sich gleich aufgenommen gefühlt. Ist seitdem hier zu Hause und bestrebt, das Leben mitzugestalten und zu verschönern.
Es gibt also viele gute Gründe, das Jubiläum der Namensgebung zu feiern. Das macht die Stadt auch. Ein ganzes Jahr lang, mit den unterschiedlichsten Aktionen. Gemeinsam mit ihren Bürgern, den öffentlichen und privaten Einrichtungen, Vereinen und anderen Aktiven. Jeder ist herzlich eingeladen zum Mitfeiern, Mitgestalten, Mitmachen.
Hundert Jahre – eine junge Stadt feiert sich und ihre Bürger.
Sind auch Sie dabei?
Veranstaltungen die diesem Jubiläum gewidmet sind, finden Sie in unserem Veranstaltungskalender über den Suchbegriff "100".
Weitere Fragen zum Jubiläum? Die Abteilung Medien, Kultur & Freizeit im Rathaus, Eingang Passage 1. OG., Zimmer 30 erteilt auch unter Tel. 08856.813-411 gerne weitere Auskünfte.
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