Museum Penzberg - Sammlung Campendonk

Seit Juni 2016 hat Penzberg einen neuen kulturellen Anziehungspunkt: das Museum. Der prägnante Neubau mit seiner lebendig schimmernden, anthrazitfarbenen Klinkerfassade zieht die Blicke auf sich und zeigt ein neues Bild der ehemaligen Bergwerksstadt. Er bildet einen klaren Kontrast zum zurückhaltenden denkmalgeschützten Altbau, einem Bergarbeiterwohnhaus von 1873, doch ist er von der Kubatur her sein Zwilling. Die kohlehaltigen Klinker der Fassade lassen das für die einstige Bergbaustadt typische Material in neuer Form im Stadtbild wieder erlebbar werden.

Die Sammlung des Museums umfaßt hauptsächlich den Nachlaß Heinrich Campendonks (1889-1957), des Jüngsten der "Blauen Reiter". Rund 300 seiner Ölbilder, Aquarelle und Graphiken befindet sich in Penzberg, und bilden damit die größte Sammlung seiner Werke weltweit. Der Kernbestand der Sammlung ist in einer Dauerausstellung zu sehen, die immer variiert und ergänzt wird. Die Sonderausstellungen sind einzelnen Aspekten und künstlerischen Techniken des Werkes gewidmet, doch werden darüber hinaus auch weitere Themen besonders der zeitgenössischen Kunst aufgegriffen.

Auch die Stadtgeschichte ist im neuen Haus weiterhin präsent. Zwei Dauerausstellungen widmen sich Themen der Zeit- und Kulturgeschichte Penzbergs: Das Leben in den Arbeiterfamilien wird in der originalen Zweizimmerwohnung des denkmalgeschützten Altbaus erlebbar. Dort wurde auch ein Raum eingerichtet, der dem Gedenken der Opfer der "Penzberger Mordnacht" vom 28. April 1945 gewidmet ist sowie die damaligen Ereignisse dokumentiert. 


Hinweise zu den Öffnungszeiten:

Das Museum Penzberg - Sammlung Campendonk ist in der Zeit von
Montag, 5. Februar, bis einschließlich Montag, 19. Februar wegen Umbauarbeiten geschlossen.

Darauffolgend wird bis Freitag, 9. März, bei ermäßigtem Eintritt ein Teil des Museums mit einer Campendonk-Präsentation geöffnet sein. Ab der Eröffnung der neuen Ausstellung "Werdet wie ich: Johannes Grützke!" läuft der Betrieb wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten (dienstags-sonntags von 10 - 17 Uhr).



Demnächst...

"Werdet wie ich: Johannes Grützke!"

Die Sonderausstellung ist vom 09. März bis einschließlich 03. Juni 2018
zu sehen.

Frechheit und Ironie waren seine Gaben, gekonnte Technik und Gesellschaftsanalyse sein Handwerkszeug: Johannes Grützke (1937-2017, Berlin) traute sich, radikal subjektiv und radikal gegenständlich seine Wahrnehmung von Welt, Mensch und Leben zu malen. Mit der "Schule der Neuen Prächtigkeit" setzte er in den 1970er Jahren provokante Maßstäbe, die er auch am Theater auslebte. Die Reflexion über historische Themen und soziale Verhaltensweisen kulminierte oft in schonungslosen (Selbst-) Inszenierungen. Als Meister der Selbstdarstellung ist er heute, ein Jahr nach seinem Tod, aktueller denn je. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Dialog mit dem Publikum: Das Museum Penzberg - Sammlung Campendonk verfolgt diesen diskursiven Ansatz mit einer hinterfragenden Präsentation von üppigen Ölbildern, leuchtenden Pastellen und spannenden Grafikzyklen und setzt diesen Gedankenaustausch mit Führungen und einem ebenso amüsanten wie ansprechenden Begleitprogramm um. 

Weiterführende Informationen zu Dauer- sowie Sonderausstellungen sowie die Öffnungszeiten erhalten Sie auf der Website des Museum Penzberg - Sammlung Campendonk. 

Kontakt:

Museum Penzberg - Sammlung Campendonk
Am Museum 1
82377 Penzberg

Tel.:08856.813-480
Tel: Verwaltung: 08856.813-125, oder -126

E-Mail: museum@penzberg.de

www.museum-penzberg.de