Aus Penzberg für den Weltmarkt – Hamos Separationstechnik
Was sich da im Penzberger Gewerbegebiet Grube in den vergangenen 25 Jahren ganz allmählich zu einem Weltmarktführer entwickelt hat, ist ganz beachtlich. Diesen Eindruck gewannen jüngst Bürgermeister Hans Mummert und Wirtschaftsförderer Rolf Beuting bei einem Betriebsbesuch beim Maschinenbauer Hamos. Seit dem das Unternehmen 1993 die Technik der elektrostatischen Separation entwickelte, blieb es durch immer neue Innovationen Weltmarktführer in diesem Bereich. Hamos nutzt bei der elektrostatischen Separation die unterschiedlichen statischen Eigenschaften von Metallen und Kunstoffen zur nahezu sortenreinen Trennung. In Zeiten knapper Rohstoffe gewinnt das Recycling eine immer größere Bedeutung. Hamos-Anlagen machen sich daher nicht selten bereits nach kurzer Zeit für den Käufer bezahlt.
Rund Dreiviertel seines Umsatzes macht das mittelständische Unternehmen inzwischen im Ausland. Laut Dr. Rainer Köhnlechner, Gesellschafter der Hamos GmbH, sind die Rohstoffmärkte in Asien und Südamerika deutlich dynamischer als in Europa. Hamos sei daher auch einigermaßen gut durch die Wirtschaftskrise 2009 gekommen. Neben den positiven geschäftlichen Nachrichten wurden auch erste Schritte zur Regelung der Nachfolge unternommen. Seit dem Frühjahr 2012 ist Hariolf Jung als neuer Geschäftsführer in die Unternehmensleitung eingetreten. Der studierte Dipl. Wirtschaftsingenieur konnte in den vergangenen Jahren bereits in mehreren anderen Firmen Erfahrungen an leitender Stelle sammeln. Bürgermeister Mummert zeigte sich beeindruckt von der Entwicklung und sagte zu, die weitere Entwicklung der Firma unterstützend zu begleiten.
VHS-Reihe: Penzberg packt's an - Vorträge zur Energiewende - Umsteigen auf Holzheizung – EWO zeigt, wie es geht
Der Umstieg auf eine Holzheizung lohnt sich zurzeit. Diese zentrale Botschaft brachte jüngst Andreas Scharli, Energieberater der Energiewende Oberland (EWO) im Rahmen der Volkshochschulreihe „Penzberg packt‘s an – Vorträge zur Energiewende“ mit. Derzeit betrage der Unterschied der Brennstoffkosten für Holzpellets und Heizöl rund 40%. Unter diesen Bedingungen habe sich für viele Hausbesitzer in weniger als zehn Jahren eine Pelletheizung bezahlt gemacht. Scharli, selbst gelernter Heizungsbauer, stellte die Vielfalt von technischen Möglichkeiten vom Kachelofeneinsatz mit Wassertasche bis hin zur vollautomatischen Pellet–Zentralheizung vor. „Holzheizungen sind längst eine verlässliche Angelegenheit, die zudem vom Staat gefördert wird“, so der EWO-Experte.
Der städtische Wirtschafsförderer und Energiebeauftragte Rolf Beuting wies in seiner Einleitung darauf hin, dass das Potential für Holzheizungen in Penzberg groß sei. Im Rahmen des Energie- und Klimaschutzkonzepts sei deutlich geworden, dass aktuell noch 95% des Wärmebedarfs in privaten Haushalten in Penzberg mit Heizöl und Erdgas gedeckt werden. „Gerade Haushalte, die noch mit Heizöl heizen sollten sich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten verstärkt mit dem Umstieg befassen“, führte Beuting aus. Eine vorausgehende Energieberatung könne sehr hilfreich sein.

Niebling GmbH - „Verborgener Champion“ an der Oskar-von-Miller-Straße
Was einst als normale Schlosserei begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem verborgenen Weltmarktführer im Bereich des Maschinenbaus entwickelt: die Firma Niebling GmbH. Von dieser beeindruckenden Erfolgsgeschichte konnten sich Bürgermeister Hans Mummert und Wirtschaftsförderer Rolf Beuting jüngst bei einem Betriebsbesuch überzeugen. „Die Firma Niebling ist ein sehr gutes Beispiel für den starken deutschen Mittelstand, der sich mit innovativen und sehr anspruchsvollen Lösungen gegen Wettbewerber aus Billiglohnländern durchsetzen kann“, so Mummert. Das Unternehmen wurde 1989 von Geschäftsführer Curt Niebling gegründet und ist seither auf rund 25 Mitarbeiter angewachsen. 1998 wurde die neue Produktionsstätte an der Penzberger Oskar-von-Miller-Straße in Betrieb genommen.
Niebling stellt Hochdruckverformmaschinen für Kunststoffteile her. Dabei werden teilweise sehr hohe Drücke bis 300 bar eingesetzt. Die Maschinen kommen bei Kunden in vielen Industriebranchen zum Einsatz, z.B. der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Automobilbranche und der Medizintechnik. Per Software ist es möglich von Penzberg aus Ferndiagnosen an den Maschinen auf allen Kontinenten durchzuführen. Teure und aufwändige Mechanikerreisen können so reduziert werden.
Derzeit sind die Auftragsbücher des Maschinenbauers gut gefüllt, denn noch herrscht in den Investitionsgüterbranchen eine gute Konjunkturlage. Geschäftsführer Niebling hofft, dass dieses Auftragshoch noch einige Zeit anhält, denn nach der Wirtschafts- und Finanzkrise zog das Geschäft erst 2010 wieder an. Um sich für die Zukunft zu rüsten, ist der bisherige Betriebsleiter Christian Drexler in die Geschäftsführung aufgenommen worden. Ein wichtiger Meilenstein wurde jetzt mit der Gründung der Niebling GmbH erreicht. Mit dieser langfristigen Planung sehen er und Geschäftsführer Curt Niebling die Weichen richtig gestellt, so dass die Erfolgsgeschichte des „verborgenen Champions“ aus Penzberg weitergehen kann.

K2 und Marker auf Expansionskurs
Die Penzberger Firmen K2 Sports Europe und Marker befinden sich weiter auf Expansionskurs. Diese gute Nachricht erhielten Bürgermeister Hans Mummert und Wirtschaftsförderer Rolf Beuting jüngst bei einem Betriebsbesuch am Unternehmenssitz an der Seeshaupter Straße. In den vergangenen Jahren konnten die beiden Unternehmen ihre Marktstellung durch ein konsequentes Marketing deutlich verbessern. Der Sportartikel- und der Skibindungshersteller nehmen in einer Reihe von Märkten inzwischen Führungspositionen ein. K2 Sports und Marker setzen bei ihrer Marktpositionierung auf Attribute wie Dynamik, Kreativität und Unabhängigkeit sowie auf die Qualität und Hochwertigkeit ihrer Produkte.
Zusammen mit den rund 120 Beschäftigten am Standort Penzberg feiern die beiden Firmen im kommenden Jahr ihre Firmenjubiläen. Marker wurde im Jahr 1952 gegründet und K2 Sports im Jahre 1962. K2 Sports Europe konnte den Jahresumsatz in den letzten 5 Jahren um insgesamt 35% steigern. Der Jahresumsatz von Marker betrug 2010 konsolidiert 42 Millionen Euro.
Rabeler Fruchtchips wird für besondere Energieeffizienz ausgezeichnet
Für die erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Energieeffizienz Tölzer Land“ wurde die Penzberger Firma Rabeler Fruchtchips vom Tölzer Landrat Josef Niedermaier unlängst ausgezeichnet. Dies war auch eines der Hauptthemen, das Bürgermeister Hans Mummert und Wirtschaftsförderer Rolf Beuting bei einem Firmenbesuch mit Inhaber Hans Rabeler besprachen.
Bedingt durch seine Produktionsweise verbraucht das Unternehmen an der Nonnenwaldstraße eine große Menge Energie. Größtenteils setzt man dabei aus wirtschaftlichen Gründen noch auf fossile Energieträger. Für Rabeler ist jedoch klar, „Wer Biolebensmittel produziert, sollte mit dem Einsatz von Energie besonders sparsam umgehen.“ Diese Sichtweise wurde auch von Bürgermeister Mummert unterstützt, der auf die langjährigen Bemühungen des Unternehmens zur Energieeffizienz hinwies. Rabeler Fruchtchips sei das erste Penzberger Unternehmen gewesen, das sich zusammen mit der Stadtverwaltung bereits vor einigen Jahren am Projekt „Ökoprofit“ beteiligt habe.
2011 kann die Firma auf eine 25jährige Standorttradition in Penzberg zurückblicken, dessen Kerngeschäft die Trocknung von Gemüse- und Fruchtpürees mittels Walzentrocknung ist. Die Produkte werden als Zutat in den unterschiedlichsten Lebensmitteln der weiter verarbeitenden Industrie eingesetzt. Die Firma hat 18 Mitarbeiter und trocknet die Produkte im Dreischichtbetrieb. 30% der Waren werden ins Ausland exportiert. Der Anteil an Bio-Produkten konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert werden und beträgt heuer erstmals mehr als 65%.
