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PM 20|2026 10 Jahre Museum Penzberg – Sammlung Campendonk

Ein Jahrzehnt Kunst, Stadtgeschichte und kulturelle Vision

 

Visualisierung Westfassade Museum Penzberg - Sammlung Campendonk / Architekturbüro Grubert

Sommerfest zum 10. Museumsgeburtstag: Sonntag, 14.06.2026, ab 14 Uhr | 
Dresscode: BLAU | Freier Eintritt!

Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk feiert sein zehnjähriges Bestehen und blickt auf eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte zurück: Seit der Eröffnung des Zwillingsbaus am 4. Juni 2016 hat sich das Haus weit über Oberbayern hinaus als bedeutendes Museum für Expressionismus, Hinterglasmalerei und regionale Kulturgeschichte etabliert. Heute beherbergt das Museum die weltweit größte Sammlung des Künstlers Heinrich Campendonk und zählt zum Verbund der „MuSeenLandschaft Expressionismus“. 

Die Entwicklung des Museums ist eng mit der langjährigen Museumsleiterin und Campendonk-ExpertinGisela Geiger verbunden. Mit enormem wissenschaftlichen Engagement, Beharrlichkeit und Leidenschaft prägte sie den Wandel des ehemaligen Stadtmuseums zu einem international wahrgenommenen Kunstmuseum. Bereits ab 2002 rückte sie den Expressionisten Heinrich Campendonk in den Fokus und machte den Künstler als 
eigenständige Position des „Blauen Reiter“ wieder sichtbar. 

„Das Museum bewahrt das Gedächtnis an Heinrich Campendonk“,

erklärte Gisela Geiger anlässlich der Museumseröffnung 2016. Unter ihrer Ägide gelang es nicht nur mehr als 200 Werke Heinrich Campendonks am Haus zu vereinen, sondern auch einen lebendigen Ort für Forschung, Vermittlung und kulturellen Austausch zu schaffen. Im Zuge eines innovativen Forschungsprojekts veröffentlichte sie gemeinsam mit der Restauratorin Simone Bretz und in Zusammenarbeit mit Diana Oesterle das wissenschaftliche Werkverzeichnis der Hinterglasbilder Campendonks: ein Meilenstein
für die internationale Forschung

Das Museum selbst verbindet auf besondere Weise Kunst und Stadtgeschichte. Der preisgekrönte, markante Neubau mit seiner kohlschwarzen Klinkerfassade, entworfen von Architekt Thomas Grubert, greift bewusst die Form der historischen Bergarbeiterhäuser auf und erinnert an die Bergbauvergangenheit Penzbergs. Gleichzeitig öffnet er den Blick in eine moderne Museumslandschaft. Im denkmalgeschützten Altbau bleiben die Stadtgeschichte, die rekonstruierte Bergarbeiterwohnung und die Erinnerung an die
„Penzberger Mordnacht“ feste Bestandteile des Hauses. 

Zu den Höhepunkten der vergangenen zehn Jahre zählen zahlreiche Sonderausstellungen zur klassischen Moderne und Gegenwartskunst, Forschungsprojekte zur Hinterglasmalerei sowie Kooperationen mit Künstlerinnen, Künstlern und Kulturinstitutionen. Von der Ausstellung „Magische Transparenz“ (2017) bis hin zu „Campendonk malt Blau“ (2026) untersuchte, veränderte und suchte das Museum Penzberg immer wieder neue Blickwinkel auf das Schaffen Campendonks und auf sein Umfeld. Daneben bildeten Ausstellungen zu stadtgeschichtlichen Themen in Verbindung mit Kunst wie „Rasenglück“ (2020), zu Berühmtheiten der Kunstszene wie „Alberto Giacometti“ (2023) oder zur Gegenwartskunst „Austin Eddy X Campendonk“ (2025) ein abwechslungsreiches Programm. 
Auch experimentelle Formate und Gemeinschaftsprojekte – etwa mit der Kunstzeche Penzberg e.V. – machten das Museum zu einem offenen Ort kultureller Begegnung. 

Besonders hervorzuheben ist die kontinuierliche Vermittlungsarbeit des Museums: Führungen, Vorträge, Konzerte, Kinder- und Jugendprogramme sowie generationsübergreifende Workshops haben das Haus zu einem lebendigen Treffpunkt für Kunstinteressierte und Bürgerinnen und Bürger gemacht. 

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums lädt das Museum am 14. Juni 2026 zu einem großen Sommerfest ein. Passend zur Ausstellung „Campendonk malt Blau“ steht die Feierlichkeit unter dem Motto Blau. Alle Gäste sind eingeladen, in blauer Kleidung zu erscheinen.

Das Programm umfasst Musik von Thomas Bouterwek, eine blaue, kulinarische Überraschungs-Performance des jungen Künstlerkollektivs „Parmigianos“, Kurzführungen durch die Ausstellung sowie einen Vortrag von Architekt Thomas Grubert zur Entstehung und Architektur des Museumsgebäudes. Kaffee, Sekt und Kuchen dürfen natürlich nicht fehlen! 

Das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk

Neben Sonderausstellungen wird Heinrich Campendonk(1889–1957) stets in Penzberg präsent sein: Das Museum verfügt über die weltweit größte Sammlung des Jüngsten im Umfeld des Blauen Reiters. Mit 21 Jahren kam Campendonk 1911 auf Einladung von Franz Marc und Wassily Kandinsky aus dem Rheinland nach Oberbayern. Auf der Suche nach eigenen Motiven beeindruckte ihn die Bergwerksstadt Penzberg mit ihren besonderen Koloniehäusern und Bergwerksanlagen. Werke aus allen Schaffensphasen und in vielen Arbeitstechniken stehen dem Museum zur Verfügung. Permanent sind Ölgemälde und Hinterglasbilder ausgestellt. 

Daneben spielt die Stadtgeschichte immer eine Rolle im denkmalgeschützten Altbau des Museums und seinem innovativen Zwillingsbau aus dem Jahr 2016 – nicht zuletzt mit der original möblierten Bergarbeiterwohnung von 1920 sowie dem Gedenk- und Informationsraum zur „Penzberger Mordnacht“ vom 28.04.1945 und wird sich ins Rahmenprogramm zum diesjährigen 80. Gedenken der Stadt Penzberg inkludieren.

Das Museum verdankt seine Erweiterung zum städtischen Kunstmuseum – mit der größten Sammlung zu Campendonks Oeuvre – der Großzügigkeit und dem Vertrauen von Dauerleihgebern, privaten Förderern, dem Freundeskreis Heinrich Campendonk sowie Fördermaßnahmen der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, des Bezirks Oberbayern, des Kulturfonds Bayern und nicht zuletzt der Ernst von Siemens Kunststiftung. Die Präsentation, Erforschung und Verbreitung von Campendonks Werk ist allen Unterstützenden ein wichtiges Anliegen.

Wir danken unseren Dauerleihgebern und den dauerhaften Unterstützern, der Firma Roche Diagnostics und dem Freundeskreis Heinrich Campendonk e.V. 

Info und Öffnungszeiten beider Museen:

Museum Penzberg — Sammlung Campendonk

Öffnungszeiten: Mittwoch - Sonntag 10 - 17 Uhr 

Am Museum 1, 82377 Penzberg 

+49 8856 813-480

museum@penzberg.de, www.museum-penzberg.de  

Öffentliche Führungen: Termine auf www.museum@penzberg.de


Bergwerksmuseum Penzberg

Öffnungszeiten: Mittwoch, Donnerstag, Samstag, Sonntag 10 - 17 Uhr 

Karlstraße 36/Rückgebäude Realschule 

Museum +49 8856 813-485, Verwaltung +49 8856 813 163

museum@penzberg.de, www.bergwerksmuseum-penzberg.de  


Kontakt für Presse & weitere Informationen

Museumsverwaltung

+49 8856 813-163

museum@penzberg.de


Die Stadt Penzberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. 
Sie wird vertreten durch den Ersten Bürgermeister Thomas Kopf.


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