„Rechtsextreme und Neonazis haben in unserer Stadt keinen Platz“, erklärte Bürgermeister Stefan Korpan, nachdem er im Januar dieses Jahres Kenntnis von der Verbreitung von Flugblättern der Neonazi-Partei „Der III. Weg“ erfahren hat. Nun legt er aus aktuellem Anlass nach: „Dass nun mit Schmierereien an dem Fenster der Moschee gegen den Islam Stimmung gemacht wird, ist absolut zu verurteilen.“ Damit reagiert Stefan Korpan auf die jüngsten Schmierereien an der Penzberger Moschee, die mit „BPE“ gekennzeichnet sind und damit offenbar von der immer wieder islamfeindlich auftretenden „Bürgerbewegung Pax Europa“ zu stammen scheinen.
Die Religionsfreiheit ist im Artikel 4 des Grundgesetzes verankert. Die Bayerische Verfassung stellt die ungestörte Religionsausübung gar unter staatlichen Schutz. „In Penzberg gehört das friedliche Miteinander der unterschiedlichen Konfessionen ohnehin zur Stadtgeschichte und damit gewissermaßen auch zu unserer DNA. Denn seit jeher haben hier verschiedenste Kulturen eine Heimat gefunden und friedlich miteinander die Stadt zu dem gemacht, die sie nun ist. Ganz entschieden verurteile ich deshalb das rechtsextreme Skandieren feiger Parolen an der Moschee und sage entschlossen: Doch, der Islam hat seinen festen Platz in Deutschland - und längst auch in Penzberg.“
Penzberg sei eine offene, tolerante Stadt. Das werde auch am Eingang des Rathauses deutlich, wo ein Schild klar macht, dass in Penzberg kein Platz für Rassismus – auch nicht für antimuslimischen Rassismus – ist.
Zudem verweist Bürgermeister Korpan auf die Penzberger Erklärung vom 24. April 2021, in der der Stadtrat klarmacht:
Die Stadt Penzberg tritt mit dieser Erklärung nachdrücklich dafür ein, dass
- die Würde aller Menschen in der Stadt, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung, stets gewahrt wird,
- jeder Form von politischem Extremismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz entschieden begegnet wird und
- Respekt, Toleranz und Weltoffenheit höchste Werte sind in unserer Stadt, die auch weiterhin einladend und freundlich bleibt.
Korpan dazu: „Dafür stehen wir konsequent ein.“
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Thomas Kapfer-Arrington
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Die Stadt Penzberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch den Ersten Bürgermeister Stefan Korpan.
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