Sonderausstellung zum Jubiläum 20 Jahre Kunstzeche Penzberg e.V.

 

"Koffer im Kopf" vom 24.11.2018 - 3.3.2019 im Museum Penzberg -
Sammlung Campendonk

Zum 20jährigen Bestehen zeigt der Kunstverein KUNSTZECHE Penzberg e.V. erneut eine Ausstellung in den vertrauten Räumen des ehemaligen Stadtmuseums Penzberg.

Über 70 Ausstellung, Jazzkonzerte (JazzZeche) und Aktionen hat der Verein seit 1998 initiiert. Nun geht es unter dem Titel "Koffer im Kopf" um das umfassende Thema Aufbruch. Aufgrund der großen Resonanz aller Aktiven rund um die Kunstzeche wird eine Doppelschau präsentiert: Teil I ab 25. November 2018, Teil II ab 17. Januar 2019.

Im Herbst 1998 startete die KUNSTZECHE Penzberg e.V. mit ihrer ersten Ausstellung "Bewegung", vor also ziemlich genau zwanzig Jahren. In Bewegung geriet damit auch das Ausstellungsprogramm im Stadtmuseum, das sich zum Ausstellungshaus der Stadt entwickelte. Darüber wurde das Museum zu einer sehr guten Adresse für Gegenwartskunst, aber auch die Stadtgeschichte sowie weitere Vereine aus der Stadt waren präsent. Damit gewann die Kunstzeche einerseits sehr schöne Ausstellungsräume, andererseits wirkte der Verein mit seinen Angeboten für Schulen und Kindergärten auch in die Stadtgesellschaft hinein. Er verankerte als erster Verein "Kunst" als neues Thema in der ehemaligen Bergarbeiterstadt.

Nun zeigt die KUNSTZECHE nach langer Zeit wieder einmal eine Ausstellung im ehemaligen Stadtmuseum, heute Altbau des Museums Penzberg - Sammlung Campendonk. Das Motto lautet Koffer im Kopf. In diesem Koffer liegen Gedanken an einen Ortswechsel, an Reisen, das Aufbrechen ins Unbekannte, das Träumen vom Unterwegssein neben Abschiednehmen und dem Entschluss, die Tür hinter sich zu schließen. Unternehmungslust, Neugier, Forscherdrang und Neuanfang schließen sich an. Der Koffer als reales Transportmittel wie auch im übertragenen Sinne nimmt das alles auf und begleitet ein Stück des Lebensweges. Und natürlich sind auch Flüchtlinge und Asylsuchende mit angesprochen, die Geschichten, die sie erlebt haben, das, was sie zum Aufbruch drängte, das, was sie jetzt vermissen.

Neben der Sonderausstellung wird im Museum Penzberg weiterhin das Werk von Heinrich Campendonk (1889-1957) präsent sein: Das Museum verfügt weltweit über die größte Sammlung des Jüngsten im Umfeld des Blauen Reiters. Mit 21 Jahren kam Campendonk 1911 auf Einladung von Franz Marc und Wassily Kandinsky aus dem Rheinland nach Oberbayern. Auf der Suche nach eigenen Motiven beeindruckte ihn die Bergwerksstadt Penzberg mit ihren besonderen Koloniehäusern und Bergwerksanlagen. Werke aus allen Schaffensphasen und in vielen Arbeitstechniken stehen dem Museum zur Verfügung. Aktuell sind Ölgemälde und Hinterglasbilder ausgestellt.

Daneben spielt die Stadtgeschichte natürlich weiterhin eine Rolle im denkmalgeschützten Altbau des Museums und seinem innovativen Zwillingsbau aus dem Jahr 2016 - nicht zuletzt mit der original möblierten Bergarbeiterwohnung von 1920 sowie dem Gedenk- und Informationsraum zur "Penzberger Mordnacht" vom 28.4.1945.

Im Dachgeschoß des Neubaus wird die Installation von Marina Herrmann "From Dawn til Dusk - Colored City:" (2017) präsentiert, welche die drei großen Campendonk-Themen Farbe, Licht, Transparenz zeitgenössisch variiert. Die Kunstzeche möchte anläßlich ihres 20-jährigen Bestehens dem Museum diese Installation schenken und wirbt um Unterstützung und Spenden.

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Info und Öffnungszeiten
Museum Penzberg - Sammlung Campendonk
Am Museum 1 (Ehemalige Karlstraße 61)
82377 Penzberg
Tel.: 08856.813-480

E-Mail: museum@penzberg.de  

Internet: www.museum-penzberg.de  

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 17 Uhr

Öffentliche Führungen: Donnerstag 15 Uhr, Sonntag 11 Uhr

Alle weiteren Vermittlungsangebote sowie Informationen zu Sonderveranstaltungen und Führungen auf der Homepage www.museum-penzberg.de

Die Stadt Penzberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Sie wird vertreten durch die Erste Bürgermeisterin Elke Zehetner.

 

Kontakt Kunstzeche:
Tel. 08856.935610

E-Mail:thomas@grubert.info  

Internet:www.kunstzeche.de  

Die Ausstellung ist eine Einladung an die Besucher, den eigenen Koffer im Kopf zu entdecken, zu sichten, zu packen oder zu träumen.

Die Resonanz auf die Einladung zur Teilnahme an der Ausstellung war so groß, dass nunmehr eine Ausstellung in zwei Teilen geplant ist, die unterschiedliche Arbeiten zeigen werden. Eröffnung des ersten Teils am Freitag 23. November um 19 Uhr, der zweite Teil ist für den Donnerstag 17. Januar 2019 um 19 Uhr im Rahmen der Veranstaltung "Kunst & Wein" geplant.

 

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